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Kochevents

Kartoffeleintopf à la Grandmaman de Jeanne D'Arc

Eigentlich stimmt das nicht. Was einem schon mal durch den offensichtlichen Anachronismus auffallen sollte: die Kartoffel wurde im 16. Jahrhundert von den Spaniern nach Europa gebracht, Jeanne D'Arc starb allerdings schon 1431. Ich nehme mal an, dass ihre Oma dann auch schon nicht mehr lebte.

Dieses Rezept habe ich mal so gemacht, in dem ich ein wenig lustlos in der Küche rumhantierte. Inzwischen esse ich es aber immer, wenn mich die Lust auf was Deftiges packt. Jedenfalls find ich es deftig.

Um aber meine Jeanne D'Arc-Geschichte zu erklären: Ich finde einfach, dass es doch viel interessanter wäre, wenn dieses Gericht eben irgendwie uralt und durch Mönche überliefert ist, oder so.

In meiner Vorstellung hat also Johannas Grossmutter, die Bäuerin war, eines Tages einer Familie, die noch ärmer war als sie selbst, ihr letztes Stück Fleisch geschenkt. Sie stellte sich schon das Gezetter von Grossvater D'Arc vor, als ihr die Idee kam, ihren Mann zu überlisten. Sie rannte in den Garten hinaus, grub in der Erde bis sie ein paar Kartoffeln fand und machte sich in der alten Bauernküche frisch ans Werk. Es war nicht mehr viel da, dass sie noch benutzen konnte; in einem Korb fand sie 3 einsame kleine Zwiebeln. Im Schrank lag neben einer Möhre noch eine einzige Knoblauchzehe. Und ein kleines Schüsselchen Mehl konnte sie noch auftreiben. Sie kochte daraus so gut es ging ebendiesen Eintopf und als ihr Mann nach Hause kam, drehte sie die Öllampe herunter und reichte ihm einen dampfenden Teller dieses Eintopfes mit einem grossen Kanten alten Schwarzbrotes. Der Bauer bemerkte nicht, dass hier gar kein Fleisch dabei war und Grossmutter D'Arc konnte so ihre Nerven schonen, weil sie nicht dem Geschrei ihres Ehemannes zuhören musste, oder so.

Jedenfalls soll das mein Beitrag zum neuen Gartenkochevent "Kartoffel" sein! Ausser ich werde wegen unsachgemässer Gerichtsbenennung disqualifiziert.... Wenigstens (und das war mir wichtig) hat die Kartoffel hier eine zentrale Rolle.

Kartoffeleintopf à la Grandmaman D'Arc
Für 2



400g Kartoffeln, geschält und in Würfelchen (bei mir so Spielwürfelgrösse)
1 grosse Karotte, in Würfel
3 kleine Zwiebeln, in Sechstel schneiden (so, dass sie die gleiche Form haben, wie Zitrusfruchtsegmente)
1 Dose italienische Tomaten, durch ein Sieb gedrückt (Tomaten ja, Tomatenkerne nein!)
ca. 3 dl Wasser
2 EL Mehl
1 Knoblauchzehe, halbiert
2 EL Öl
Muskat, Salz und Pfeffer

Das Mehl in einer Pfanne ohne Zugabe von Öl rösten (wie wenn man eine Mehlsuppe macht). Zur Seite stellen. In einem Topf das Öl erwärmen, Zwiebel und Knoblauch andünsten. Nach 3-4 Minuten Kartoffel und Karotte dazu, kurz mit dünsten, dann Wasser, Tomaten und Mehl dazu. Mit Gewürzen abschmecken (bei mir kam da ziemlich viel Salz rein, bis das richtig schmeckte. Liegt das am Mehl?). Auf mittlerer Hitze köcheln lassen, bis das Gemüse bissfest ist. Knoblauch rausfischen, heiss mit einem grossen Kanten Schwarzbrot servieren.

Anmerkung:
-ich habe noch Reibkäse drübergestreut: Lecka!
-ich hab die Karotte auch mal durch Kürbis ersetzt. So hat der Kürbis jedenfalls einen viel eigenständigeren Geschmack gehabt, als in der Kürbissuppe

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